stephs-blues-texxplosion

Ernste Themen ...

Das Grauen dieser Tage ist meine Geduld. Ich harre nicht einmal aus, ich verstehe nur irgendwie die Dinge auf einmal anders, lasse mir Zeit mich zu lösen und tue es damit eher als vorher. Meine Ablenkung ist meine Nicht-Ablenkung. Tausend Gedanken schießen durch meinen Kopf, ich fühle mich erlöst, wütend, aggressiv und auch zerstörerisch, doch ich finde etwas in letzte Zeit, das ich vorher nicht gekannt habe – Frieden. Keine vorzeitigen Entscheidungen, denen ich mit Euphorie und totaler Hingabe und auch Aufgabe begegne. Nur das Meer bleibt ewig das in dem sich die Wellen wiegen, der Wind bleibt jener der von fernen Ländern zu erzählen weiß, der nirgends zu hause ist, so wie ich. Und meine Suche hat erneut begonnen auch wenn es nun mehr das finden ist, die Geduld, die Realität, so weit wie ich in dieser besagten Welt lebe. Ich habe verloren was meine Einsamkeit ist und fühle mich nun in meiner Einsamkeit vollständiger als jeh zuvor, gefestigter, wie als würde ich gerade den rechten Weg gewählt haben, als wäre ich durch die richtige Tür gegangen, hätte am richtigen Ort gestanden um nun nach vorn zu gehen. Doch was bleibt ist die lähmende Wahrheit, das alles ein Prozess ist, das Glück und Schicksal sehr wohl auch von uns selbst gelenkt werden, das wir die Richtung bestimmen und dies ganz entscheidend ist. Und es quält mich doch diese Zeit nun losszulasse, eine andere Welt zu erfahren, gleich wenn ich nirgends stehe und nirgends gehe und doch alles rasend sich um mich dreht. So ist dies keine Stagnation und doch ist es auch das, es ist keine schmerzvolle Erfahrung und doch tut sie mehr weh als alles zuvor. Ich erkenne mich langsam im Dunkel, habe das Licht noch nicht gefunden, doch ich verlasse die Dunkelheit, ich wandle auf stillen einsamen Wegen und fühle mich frei und gelähmt zu gleichen Maßen. Wer ich bin? Diese Frage stelle ich mir nicht, ich habe sie mir all die Jahre gestellt und nun stelle ich mir die Antworten vor und suche dann die Frage. Wer weiß, vielleicht ist ja doch alles verloren in dem Moment wo man glaubt gewonnen zu haben.

1 Kommentar 16.3.06 17:22, kommentieren

Wissen Sie eigentlich....

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Wissen Sie eigentlich das ich heute, ja HEUTE, genau meinen ersten Feiertag habe? STEPHS-BLUES-TEXXPLOSION feiert 1-monatiges Bestehen. Wo bleiben die Blumensträuße, Glückwünsche und gut-gemacht-Beteuerungen? Hä? Wissen Sie nicht, sagen Sie? Sie soll der Deubel holen, so hätte meine Oma gesprochen, jawohl und die wird nicht sehr darüber erfreut sein! Jedenfalls zur Feier des Tages dürfen heute mal die Deckel beim urinieren hochgeklappt bleiben, sozusagen als Hommage an meine männliche Leserschaft. Für die Frauen laß ich mir beim nächsten Feiertag etwas einfallen. OLé

1 Kommentar 16.3.06 15:25, kommentieren

Visualisierung ist Masturbation - ich geh ins Bett!

1 Kommentar 16.3.06 13:42, kommentieren

Wat wäre wenn?

Man gewöhnt sich so an einiges. An schlechten Sex, die Zigarette vorm einschlafen oder während des Einschlafens, die elendigen Augenringe nach langen Nächten oder kurzen Schlafperioden, an Langeweile, an Züge mit Verspätung, an rücksichtslose Autofahrer, an eine dumme Gesellschaft, an nette Leute, an das Alter. Alles plärrt einem seine Einzigartigkeit entgegen und tu dies oder mach das, sei online, sei trendline, sei offen, sei auf der Hut, krieg Dich ein, geh doch mal wieder raus und vor allem sei Du selbst. Da stellt sich doch schon die erste Frage nach der ersten Aussage. Wer bin ich denn? Bin ich die Wohnung in der ich lebe und meinen Kram sammle oder bin ich mein Auto das ich fahre, die Marke vielleicht oder die Klamotten die ich anhabe, die Musik die ich höre, der Lohn den ich verdiene? Nein sagen Sie? Und doch schauen Sie gerade an sich selbst herunter und entdecken Ihre eigenen Vorurteile und an denen haften wir alle. Zyniker und Kritiker werden jetzt lächeln, mir die Faust ins Gesicht halten und mir sagen, das ich doch schon wieder anmaßend argumentiere wenn ich von „allen“ spreche. Und doch, so ganz klammheimlich ist das letztlich eigentlich egal geworden. Doch nehmen wir den Faden wieder auf und spinnen uns ein wenig weiter. Und es soll auch nicht in irgendwelchen philosophischen Endlosschleifen stranden, dieses Gespräch, Zwiegespräch, Monolog wie auch immer. Die Frage lautet doch, was wäre wenn alles anders wäre. Alle sprechen doch immer von Möglichkeiten und wenn Sie ihr Leben beenden wollen, dann beenden Sie es doch, aber dafür müssen Sie doch nicht sterben und überall blinkt und leuchtet uns in knallbunt und hinterrosablau die Zukunft entgegen. Alles Mist. Forscher meinen, und diese Meinungen sollte man nicht generell als überflüssig betrachten, das unsere Evolution von allen Erlebnissen, Abstammungsmerkmalen, sozialem Umfeld blabla geprägt ist, wie sollen wir was ändern wenn an uns die Vergangenheit haftet, wie ein Kaugummi der nach dem hundertsten kauen eben auch nicht mehr süß schmeckt. Man kann einen zweiten dazu essen, aber die Süße schmeckt irgendwann fahl. Und muss man denn immer alles ändern, erneuern, wiedergebären, reinkarnieren, aufessen und auskotzen, recyceln, zweimal erfinden? Nein finden Sie? Finde ich auch. Was wäre wenn ich morgen nicht auf Arbeit gehe, mich nicht wasche, ich könnte mir einen Bart stehen lassen oder mir die Haare rasieren, ich könnte vor allen Leuten dort in den Busch pinkeln, ich könnte meinem Nachbarn eine Möhre in den Briefkasten stecken und ihn dann fragen ob er sich nicht schämt, Futterkrippen an einer Strasse einzurichten, ich könnte ein Taliban werden und mich zum Flugkurs anmelden, ich könnte auch mit niemanden nie wieder reden und in 20 Jahren Geld damit verdienen das ich mich selbst geheilt habe, aber all diese Gedanken zeigen ja nur meine eigentliche Krankheit. Ich denke. Das ist tatsächlich eine Krankheit und wie mir scheint nicht heilbar. Also wir sehen in diesen Gedanken haftet noch das Alte, das ist doch nicht außergewöhnlich, weil irgendwie umsetzbar, bis das mit dem Bart, da bräuchte ich Hilfe! Also was wäre wenn, meine Haut blau wäre oder grün, nein, ich meine von Natur aus. Was wäre wenn ich mit den Wänden reden könnte und damit meine ich nicht im übertragen Sinn. Ich weiß das ich das trotzdem irgendwie Tag für Tag tue. Was wäre wenn sie mir antworten, wenn die Welt nicht gerade wäre, sondern rund. (Augenzwinkern!!) Denn sie ist nicht rund, nur geographisch vielleicht. Aber wie eingangs schon gesagt man gewöhnt sich an alles, sogar an sich selbst.

16.3.06 13:39, kommentieren

Yoga is doof II.

Yoga is doof. Das beste habe ich aber noch gar nicht erzählt. Eine liebe Freundin von mir ging zum Yoga als sie noch schwanger war. Da sie nich so der esotherik-öko ist hatte sie sich von Ihrer Frauenärztin wohl weislich zu solchen verrückten Sachen überreden lassen. Jedenfalls weigerte sie sich strikt und ganz, schon nach dem zweiten Mal wieder dort hinzugehen und versicherte mir "Steph, diese Ökos haben eine glatte Vollmeise. Stell Dir vor, ich sollte mit meinen Knöcheln reden und mir dann vorstellen wie in meinen Knöcheln kleine Sonnen aufgehen. Zu diesen Vollökos kriegst Du mich nicht mehr. Und das Schlimmste an der Sache, es gibt dort Frauen die ernsthaft sich in diesen Momenten an ihre Männer wenden und von denen verlangen dass auch die die kleine Sonnen in ihren Knöcheln verspüren. Das ist der Oberhammer". Was lernen wir daraus, Schwangerschaftsgymnastik sollte nicht für Fitnesstrends missbraucht werden und überhaupt wöllte ich mir auch nicht vorstellen, wie kleine Sonnen in meinen Knöcheln aufgehen. Ich bin schon froh wenn mir ab und zu ein Licht aufgeht. Aber ich werde meine Recherchen zu alternativen Heilmethoden fortsetzen und weiter fleißig über solche und jene Vorfälle berichten. Bis dahin Ihnen einen schönen Abend. Frau von G.

2 Kommentare 14.3.06 15:36, kommentieren

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